Pflegeimmobilien als lukrative Kapitalanlage

Bei Seniorenimmobilien spricht die Fachwelt von einem der letzten Wachstumsmärkte – mit einem Investitionsbedarf in zweistelliger Milliardenhöhe in den kommenden Jahrzehnten. 2,3 Millionen Menschen galten 2009 in Deutschland als pflegebedürftig. 2030 werden es voraussichtlich bereits rund eine Million mehr sein. Die Nachfrage nach bezahlbaren Pflegeplätzen steigt also ständig. Bereits heute übersteigt der Bedarf das Angebot deutlich. Im Jahr 2030 werden die Deutschen das älteste Volk der Welt sein. Das bedeutet: Eine Vollbelegung aller gut geführten Pflegeheime ist auf Jahrzehnte hinaus nachhaltig gesichert.

Vermögensaufbau & Altersvorsorge

Immobilien gelten als Sachwerte, die eine hohe Sicherheit als Kapitalanlage bieten. Ende 2013 lag das Immobilienvermögen in der Bundesrepublik bei rund 5,5 Billionen Euro, wie der Bundesverband deutscher Banken feststellte, das sind rund 500 Milliarden Euro mehr als bei der letzten Erhebung zwei Jahre zuvor. Demgegenüber steht Ende 2013 ein Geldvermögen von 5,15 Billionen Euro - dazu zählen etwa Sparkonten, Bargeld, Aktien und Ansprüche gegenüber Versicherungen. Damit macht das Immobilienvermögen rund die Hälfte des Gesamtvermögens aus. Und die Entwicklung geht weiter : Wertverluste durch Bankenkrisen, rückläufige Kapitalmarktzinsen und sinkende Erträge aus Lebensversicherungen fördern den Trend zum Immobilieneigentum, sei es zur Eigennutzung oder zur Kapitalanlage. Die Zukunft ist unsicherer geworden, insbesondere die Inflation kann in Zukunft das Vermögen gefährden, hinzu kommen staatliche Eingriffe wie z.B. die Finanzmarktsteuer, die sich auf die Attraktivität einiger Anlageklassen belastend auswirken können. Langfristige Kapitalanlagen müssen sorgfältiger geprüft werden und bedürfen einer laufenden Kontrolle. Für den Privatanleger eine große Herausforderung. Wie kann der Anleger in der Zukunft sein Vermögen sichern? Die Entwicklung im Immobiliensektor gibt den Anlegern recht: Bei Beachtung einiger Grundregeln kann das Immobilieninvestment eine profitable und wertstabile Anlage sein. Dazu zählt die sorgfältige Auswahl des Standortes mit allen erforderlichen Analysen, die Lage und die Qualität des Objektes nach neuesten Energievorschriften aber auch die professionelle Verwaltung der Immobilie mit vorteilhaft ausgestalteten Mietverträgen. Hier ist es wichtig, das richtige Objekt und vor allem den richtigen Initiator zu finden.

Pflegeimmobilie als Kapitalanlage

Komplette Pflegeheime wurden in der Vergangenheit meist von Investoren wie Investmentfondgesellschaften, Banken und Versicherungen unter soliden langfristigen Renditegesichtspunkten erworben. Die Aufteilung der Objekte in Teileigentum analog zum Wohnungsmarkt hat das Angebot in eine neue Richtung gelenkt und ist damit auch für den Privatanleger äußerst lukrativ geworden. Investoren erwerben ein Appartement mit grundbuchamtlicher Absicherung analog zum Immobilienkauf einer Eigentumswohnung. Der Betreiber des Pflegeheimes schließt einen langfristigen Mietvertrag mit dem Käufer ab, der gleichzeitig eine Inflationskomponente enthält. So ist der Käufer gegen die Auswirkungen der Inflation geschützt. Langfristige Mietverträge mit Laufzeiten von mindestens 20 Jahren mit Betreibern der Pflegeheime sichern hier Renditen zwischen 4,40 % und 4,60 % auch bei noch nicht erfolgter Belegung des eigenen Appartements. Der Betreiber des Pflegeheims ist für die Instandhaltung im Gebäude verantwortlich sowie für die Abführung der sogenannten Nebenkosten wie Strom, Gas, Wasser etc. Mieterkontakt, Schönheitsreparaturen und die regelmäßige Erstellung von Nebenkostenabrechnungen entfallen hier für den Eigentümer. Ein großer Vorteil gegenüber der klassischen Vermietung einer Eigentumswohnung.

Pflegeimmobilie versus Eigentumswohnung

Pflegeappartements sind heute noch ein wenig bekanntes Marktsegment im Immobiliensektor. Im Unterschied dazu sind vermietete Wohnungen als Kapitalanlage weitaus bekannter, allerdings weisen sie verschiedene Nachteile auf, die viele Anleger nach Alternativen suchen lassen. Die meisten möchten keine Arbeit und erst recht keinen Ärger mehr mit ihrem Mieter haben. Und manch einer hat mit spitzem Stift einmal genauer nachgerechnet und festgestellt, dass seine Eigentumswohnung doch kein so gutes Geschäft war, wie er anfangs glaubte. An dieser Stelle ist anzumerken, dass die prinzipiellen Vor- und Nachteile einer Wohnimmobilie natürlich auch für Angebote aus den Bereichen seniorengerechtes oder betreutes Wohnen gelten. Wer ein langfristiges Immobilienengagement sucht, ist daher in jedem Fall gut beraten, eine Investition in den Pflegemarkt zu prüfen. Sind Pflegeappartements in der Summe ihrer Eigenschaften die bessere Alternative? Hier ein Vergleich ohne Anspruch auf Vollständigkeit, den Sie mit Ihren Erfahrungen und Einschätzungen abgleichen können.

Inflation, Zinsen & der Euro

Kein anderer Faktor steht dem privaten Vermögensaufbau mehr im Wege als die Inflation. Sie lässt die Kaufkraft sinken und mindert den realen Geldwert. Mehr noch: Wird die Inflation – wie seit Jahren in Deutschland – von niedrigen Anlagezinsen begleitet, ist eine rentable Altersvorsorge mit festverzinslichen Sparformen kaum mehr möglich. Niedrigzins und Inflation mindern den Wert des Kapitals statt ihn zu mehren. Daher ist insbesondere vor dem Hintergrund ständiger Währungsunsicherheiten in der Europäischen Union das Interesse an krisensicheren Anlageformen enorm gestiegen. Der Erwerb einer Immobilie ist eine der klassischen und bewährten Möglichkeiten. Ein gut gewähltes Objekt ist ein sicherer Sachwert mit hohem Renditepotenzial – und das auf Dauer.