Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland wächst der Pflegemarkt derzeit stetig. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird somit in den nächsten Jahren stark ansteigen, was wiederum einen erhöhten Bedarf an Pflegeplätzen nach sich zieht. Laut Statistischem Bundesamt müssen bis 2050 etwa 18.000 zusätzliche Pflegeheime gebaut werden, um die Versorgung der Pflegebedürftigen nachhaltig zu sichern. Dabei ist der Pflegemarkt komplett unabhängig von konjunkturellen oder saisonalen Schwankungen und bietet in Kombination mit langfristigen Mietverträgen ein hohes Maß an finanzieller Sicherheit.

Doch wie jede andere Geldanlage, birgt die Investition in eine Pflegeimmobilie auch Risiken. Es existiert die wohl recht unwahrscheinliche Möglichkeit, dass der Betreiber der Pflegeimmobilie Pleite geht und sich kein neuer Betreiber findet, der den Betrieb der Immobilie übernimmt. Denkbar wäre dieses Szenario, wenn sich aufgrund der regionalen demografischen Situation keine Bewohner für die Pflegewohnungen finden lassen oder der Betreiber die Immobilie herunterwirtschaftet - durch Missmanagement oder aus welchen Gründen auch immer.

In den allermeisten Fällen findet sich bei einer Betreiber-Insolvenz aber auch ein Nachfolger. In diesem Fall beschränkt sich das finanzielle Risiko auf einen kurzfristigen Mietausfall und die damit verbundene niedrigere Rendite. Doch auch die Politik könnte durch neue Richtlinien wie beispielsweise die der "Ambulantisierung der Pflege", also die Auslagerung gesundheitlicher Versorgungsleistungen in den ambulanten Bereich ein langfristiges Risiko darstellen.