Die Pflegeimmobilie als Kapitalanlage boomt

Die demographische Entwicklung Deutschlands und die damit verbundene nahezu garantierte Nachfrage nach Pflegeplätzen löst derzeit einen regelrechten Boom nach Pflegeimmobilien bei privaten Kapitalanlegern aus. Anleger schätzen dabei vor allem, dass sie sich nicht um die Vermietung kümmern müssen. Diese wird in den Seniorenimmobilien von den Betreibern übernommen - die Anleger selbst haben nichts weiter zu tun als ihre Miete zu kassieren. Doch die Investition in eine Pflegeimmobilie ist nicht ohne Risiken.

Keine kurzfristigen Erträge

Zu allererst ist es beim Kauf einer Pflegeimmobilie nicht möglich, kurzfristig Gewinne zu realisieren. Diese Situation ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass in den vergangenen Jahren eine Verschiebung vom professionellen in den privaten Anlegermarkt stattgefunden hat. Für die Projektentwickler ist die Unterteilung der Immobilien in einzelne Pflegewohnungen und deren Verkauf nämlich deutlich lukrativer als der Verkauf der gesamten Immobilie an einen Profiinvestor. Während der Profiinvestor gewissermassen über den "Mengenrabatt" "nur" einen Verkaufspreis zahlt, der durchschnittlich etwa 14 Monatsmieten entspricht, entfällt dieser Rabatt für den Privatinvestor, dieser zahlt im Schnitt bis zu 22 Monatsmieten. Die Investition amortisiert sich insofern naturgemäß erst nach längerer Laufzeit und oft jahrzehntelangem Anlagehorizont. Und wer glaubt, dass er seine Pflegewohnung jederzeit mit Gewinn verkaufen kann, der irrt. Denn der große Vorteil der Pflegeimmobilie, der Betreiber, der für die Vermietung sorgt, wird hier zum Nachteil. Denn der Betreiber ist nur über eine bestimmte Laufzeit vertraglich an die Immobilie gebunden.
Würden Sie in eine Pflegeimmobilie investieren, deren "automatische Vermietung" in absehbarer Zeit in Frage steht? In dieser Phase ist der Verkauf dann in der Regel nur mit Verlusten möglich.

Risiko Pflegeimmobilie

Hinzu kommt die Tatsache, dass es sich bei Pflegeimmobilien um sogenannte Managementimmobilien handelt. Genau wie bei jedem anderen Unternehmen hängt der Erfolg maßgeblich vom unternehmerischen Talent des Betreibers ab. Ist dieser aufgrund betrieblicher oder äußerer Umstände nicht in der Lage, die Miete für das Objekt zu erwirtschaften, geht das Pflegeheim in die Insolvenz - wie jedes andere Unternehmen auch. Gründe dafür können eine gesteigerte Konkurrenzsituation sein oder eine Veränderung der Attraktivität des Standorts. Nicht immer findet sich dann schnell genug ein neuer Pächter, der bereit ist, die Einrichtung zukünftig zu betreiben. Tritt dieser Fall erst ein, könnten die Anleger auf dem Leerstand sitzen bleiben. Unstimmigkeiten bei der Wahl eines neues Pächters, der über einen Mehrheitsbeschluss der Eigentümer bestimmt werden müsste, könnten bei 120 Parteien zudem zusätzlich zu Problemen führen. Dies führt in der Regel zu endlosen Diskussionen, die sich immer weiter verhärten und zu keinem Ergebnis führen. Die Alternative wäre eine Umnutzung der Pflegeimmobilie. Doch auch das ist nicht so einfach, denn die kleinen Zimmer mit Bad, riesigen Fluren und Gemeinschaftsräumen können nicht ohne erheblichen Aufwand in ein normales Wohnhaus umgebaut werden.

Rechtliche Bedingungen im stetigen Wandel

Auch die Politik ändert immer wieder den rechtlichen Rahmen für den Betrieb von Pflegeeinrichtungen. Kann ein Betreiber sich auf die neuen Bedingungen nicht schnell genug einstellen, kann er in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten - unter Umständen mit unwiderruflichen Folgen für die Pflegeimmobilie.

Professionelle Beratung ist das A und O

Sie sehen selbst - es ist immens wichtig, sich in Bezug auf den Kauf einer Pflegeimmobilie als Kapitalanlage professionell beraten zu lassen. Die Dr. Schütz Immobilien GmbH kann auf langjährige und fundierte Erfahrung in diesem Segment zurückgreifen. Wir kennen den Markt und wissen sehr genau, wo sich eine Investition tatsächlich für Sie lohnt.
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